Historische Orgel Uttum


 

Die Orgel in der Uttumer Kirche stammt aus der Hand eines unbekannten Meisters. Ihre Entstehungszeit wird auf das Jahr 1659 geschätzt.

Disposition:

Praestant 8‘ 
Quintadena 16‘ 
Gedact 8‘ 
Quintadena 8‘ 
Octaaf 4‘
Octaaf 2‘ 
Sesquialtera II
Mixtur III-IV
Trompet 8‘

Manual: CDEFGA - c‘‘‘, kein Pedal

Die Orgel ist möglicherweise von Jobst Moritz Hane (1613-1672) "zu Werff Leer und Uttum Häuptling" gestiftet worden. Jedenfalls ziert ein Hahn ihre Spitze.

Die Flügeltüren wurden 1716 erneuert.

Die Orgel stand ursprünglich auf der Westseite der Kirche. Nachdem 1804 das Steingewölbe der Kirche eingestürzt war, wurde sie ausgelagert.1827-1828 hat sie der Orgelbauer A. Rohlfs an ihrem heutigen Standort aufgebaut.

Eine umfassende Restaurierung erfuhr die Orgel 1956-57 durch die Orgelbauer Jürgen Ahrend und Gerhard Brunzema. Die Art und Weise der Restaurierung erwies sich als vorbildlich und wegweisend für zahlreiche weitere Instrumente. 

Insbesondere durch die Tätigkeit von Prof. Harald Vogel erlangte die Utumer Orgel in der Folgezeit neue Aufmerksamkeit nicht nur in Fachkreisen. Mittlerweile wird sie als Orgel von europäischer Bedeutung eingestuft.

Heute kommen Besucherinnen und Besucher buchstäblich aus aller Welt, um dieses kostbare Instrument zu sehen und insbesondere zu hören. Auch im Krummhörner Orgelfrühling ist sie stets vertreten. Ihre Hauptaufgabe erfüllt sie jedoch nach wie vor im sonn- und feiertäglichen Gottesdienst der Gemeinde und bei Kasualgottesdiensten. 

Nach sorgsamer Prüfung durch den Landeskirchenmusikdirektor der Ev.-ref. Kirche, Herrn Winfried Dahlke, ist fast 60 Jahre nach ihrer Restaurierung nunmehr eine erneute Sanierung der Orgel geboten. Im Zuge der Arbeiten ergeben sich möglicherweise weitere Erkenntnisse zu ihrer Geschichte.


Ansicht der Orgel in den 1950er Jahren. Die heutige Farbgebung erfolgte 1971 im Zuge einer Erneuerung des gesamten Kircheninneren durch den Kirchenmaler Hermann Oetken (Delmenhorst).- Foto: Archiv der Landeskirche