Christengemeinde und Bürgergemeinde

Volkstrauertag 2016, Gottesdienst in der Ev.-ref. Kirche Uttum: Die Gedenktafeln mit den Namen der Gefallenen und Vermissten dreier Kriege hängen im Kircheninneren: Deutsch-französischer Krieg 1870-71, 1. Weltkrieg 1914-18 und 2. Weltkrieg 1939-45. 

Natürlich hängen diese Tafeln in der Kirche, denn alle dort Genannten gehörten der evangelisch - reformierten Kirchengemeinde an bzw. stammten aus dem Dorf Uttum. Wenn auch die NSDAP ein arisches Christentum predigte und manches Parteimitglied aus der Kirche austrat: Wer von Versöhnung über den Gräbern spricht, trennt an solch einem Gedenktag nicht nach Christen- und Bürgergemeinde. 

Gleichwohl hat sich die Bürgergemeinde in den letzen Jahren aus dem Totengedenken zurückgezogen. "Einen anderen Ort der öffentlichen Trauer gibt es in unserem Dorf nicht", sagte Pastor Schaudinn im Gottesdienst des Tages. Die Kirchengemeinde erfülle gern ihren Auftrag, "wünsche aber auch die Anwesenheit der Vereine und Gruppen des Dorfes bzw. ihrer Repräsentanten, denn Frieden und Versöhnung gehen uns alle an." 

Weitere Informationen zum Volkstrauertag finden sich unter www.volksbund.de

Laat uns fleegen...

... war nur eines der Lieder, welches die Uttumer Folk Oldies - kurz: UFO's - aus Anlass ihres 20jährigen Jubiläums am 6. November 2016 im Gemeindehaus in Uttum darboten.

Und nein, die UFO's kommen nicht vom Mars oder Pluto oder aus anderen Tiefen des Weltalls. Bodo Florian, ehemals Mitarbeiter der Ländlichen Akademie Krummhörn, leitete und begleitete verschiedene Kindermusikgruppen, unter anderem in Uttum, und die Eltern dieser Kinder sagten eines Tages: Das wollen wir auch.

Und gesagt getan: Es fanden sich Musikbegeisterte zusammmen und übten und probten. Sie gaben sich den Namen UFO's und waren alsbald und sind bis heute gern gesehene Gäste bei mancherlei Feiern und Veranstaltungen. Plattdeutsch, hochdeutsch, englisch, irisch, spanisch - das Repertoire der UFO's speist sich aus vielerlei Quellen. 

20 Jahre ist das her. Und zum "Mittagskonzert" von 11-12 Uhr fanden sich nicht allein viele Besucherinnen und Besucher ein, sondern auch einige ehemalige UFO's, die zwischenzeitlich aus beruflichen und familiären Gründen andernorts wohnen und arbeiten. Ihre Instrumente hatten sie im Gepäck und mischten fröhlich mit. 

Dem Konzert folgte ein gemeinsames Mittagessen. Da wurde sich erinnert und erzählt und gelacht. Musik verbindet.

UFO''s 2016

Es geht durch unsere Hände, kommt aber her von Gott

Diese Zeile aus dem bekaannten Lied "Wir pflügen und wir streuen den Samen auf das Land" stand im Mittelpunkt der Erntedankgottesdienstes am 2. Oktober 2016.

Begrüßt von den Klängen des Posaunenchores hatten sich zahlreiche Gemeindeglieder in unserer Kirche eingefunden. Bei allerm eigenen Einsatz und bei aler eigenen Anstrengung: Die Gaben, von denen wir leben, kommen letztlich aus Gottes Händen, führte Pastor Schaudinn in seiner Predigt aus. Immer mehr Menschen in unserer Wohstandsgesellschaft falle allerdings der Zugang zu diesem zentralen Anliegen des Erntdedankfestes schwer. Hätten 1946 noch 46,4% der Erwerbstätigen in Ostfriesland ihren Lebensunterhalt durch Landwirtschaft und Fischerei bestritten, so seien es im Jahr 2014 gerade noch 1,6% gewesen. Was früher geerntet wurde, werde heute gekauft, häufig als Fertigprodukt, so dass die Erntegaben nicht einmal mehr mit den eigenen Händen bearbeitet werden müssten.

Auch die aktuellen Probleme der bäuerlichen Landwirtschaft sprach Pastor Schaudinn in seiner Predigt an.So sei der Druck des Marktes in vielerlei Hinsicht spürbar und mache sich nicht zuletzt im Höfesterben bemerkbar. Ohne einen wachen und bewussten Umgang mit den Quellen unseres Lebens seien diese Entwicklungen kaum aufzuhalten. Dazu gehöre die Dankbarkeit gegenüber dem Schöpfer aller Gaben.

Am Ausgang der Kirche wurden die Besucherinen und Besucher des Gottesdienstes von den Kindern des Kindergottesdienstes empfangen. Sie verteilten Blumenzwiebeln an die Erwachsenen: Es geht durch unsere Hände, kommt aber her von Gott. 

Im Anschluss an den Gottesdienst fand ein Beisammensein im Gemeindehaus statt. An hüsch gedekcten Tischen lud der Frauenkreis zur Teetafel mit selbstgebackenem Brot ein.  

 

Der Erntedanktisch in der Uttumer Kirche 2016
Der Erntedanktisch in der Uttumer Kirche 2016
Beisammensein im Gemeindehaus bei Tee und selbstgebackenem Brot.

Wie es früher war...

Seniorenfahrt am 21.September 2016

Wie es früher war, oder genauer: wie man früher lebte, wohnte, arbeitete - das galt es aus Anlass der Altenfahrt am 21. September 2016 im Museumsdorf in Cloppenburg zu besichtigen. 

 Mehr als fünfzig Gebäude vom 16. Jahrhundert bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts stehen auf dem etwa 15 Hek–tar großen Gelände des Museumsdorfes. Alle wurden von ihrem Originalstandort dorthin verfrachtet und wieder aufgebaut. Darunter sind große Hofanlagen  und mittlere Bauernhöfe, aber auch die Wohn- und Arbeitsstätten von Heuerleuten und Handwerkern. Drei Mühlen, ein Herrenhaus, eine Kirche und eine Schule zählen zu den besonderen Attraktionen. Möbel, Schmuck, Kleidung, Keramik, Zinnteller, Maschinen und Haushaltsgeräte geben Zeugnis davon, wie sich das Leben in früheren Zeiten gestaltete. Und man kann sich im Museumsdorf  sowohl standesamtlich als auch kirchlich trauen lassen und die Feierlichkeiten ausrichten lassen! Und einiges mehr wird geboten.

Krintstut - man beachte: mit Schinken und Käse! -, den es nach der Ankunft im Mueseumsdorf gab, waren ob der Besichtigung schnell verdaut. Und so ging es nach einem kurzen Zwischenstopp zur Andacht in der St. Stephani- und Bartholomäi - Kirche in Detern flugs weiter zum Abendbrot im „Ostfriesischen Fehnhof“ in Südgeorgsfehn. Es gibt ihn seit 1869; allerdings ist er im Jahr 1911 abgebrannt. Aber auch das ist schon über hundert Jahre her und die heutige Gaststätte durchaus museumswürdig. 

Fazit: Das Wetter hat mitgespielt, die Stimmung war gut, und hungrig oder durstig musste am Ende des Tages keine und keiner von denen, die an dieser Fahrt teilgenommen haben, ins Bett gehen. 

Fünf frohe Tage ...

... erlebten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unserer diesjährigen Gemeindefahrt vom 25.-29. Juli 2016.

Aachen war das Ziel. Aber schon bei der Anreise gab es Staunenswertes zu betrachten und zu entdecken: den Braunkohletagebau Garzweiler II und die Gemeinde Selfkant. Haben Sie noch nie gehört - Selfkant? Dort gib es einen Stempel in den Zipfelpass. Haben Sie auch noch nie gehört? Den Zipfelpass verleihen die Orte Görlitz, Oberstdorf, List und eben Selkant: der östlichste, südlichste, nördlichste und westlichste Ort Deutschlands. Sind wir im Zuge unserer Fahrten überall schon gewesen. Einziger Pferdefuß: um den Stempel zu erhalten, muss man mindestens eine Übernachtung in dem jeweiligen Ort nachweisen. Angeblich hat jemand das innerhalb von 80 Stunden geschafft. Wir leider nicht. 

Und wie gut: Wir wollten ja auch Zeit für all die anderen Sehenswürdigkeiten in und um Aachen haben: Dom mit Karlsthron und Karlsschrein, Schatzkammer, CHIO - Gelände, Tivoli. Dazu die Städte Maastricht (Niederlande) und Lüttich (Belgien, franz. Liège)). Und ganz zum Schluss noch das beschauliche Örtchen Monschau in der Eifel. Schön war‘s! Und im nächsten Jahr geht es wieder auf Tour, denn nicht nur Zipfelorte verlocken zur Anreise...

Letzte Station der Fahrt: "Bauer Ewald" / Prickingshof in Haltern am See.

Sportwochengottesdienst: 38. Sportwoche des SV JU 58

Seit 58 Jahren gibt es nun den Sportverein Jennelt - Uttum. Und seit 38 Jahren gibt es die Sportwoche, eine mehrtägige Veranstaltung, bei der nicht nur der Sport - ehedem vor allem der Fußball - eine große Rolle spielt, sondern nicht minder Feier und Begegnnung

Es gibt verschiedene Sparten, und seit einigen Jahren und also gar nicht mehr so neu die "Murmelsparte." Erwachsene und Kindern machen mit beim "Klickern" in der eigens errichteten "Murmelarena" und trafen sich am 4. Juni 2016 zu den 8. Ostfriesischen Murmelmeisterschaften.

Mit dazu zählt seit Jahren schon der Freiluftgottesdienst der Evangelisch - reformierten Kirchengemeinde Uttum, an dem sich auch die Kirchengemeinden Cirkwehrum und Jennelt beteiligen.Unverzichtbar ist der Uttumer Posaunenchor, der die Choräle begleitet. Die Prediger und Predigerinnen hingegen wechseln. Diesmal predigte Pastor Schaudinn zu Epheser 4, 17- 22. Und zu alledem strahlte die Sonne aus blauem Himmel herab. 

Musikalische Gäste aus Troisdorf

Langes Fronleichnamswochenende in Nordrhein-Westfalen: Da bietet sich für das Vokal- und Flötenensemble der Evangelischen Friedenskirchengemeinde in Troisdorf unter Leitung des Kantors Jens Engel ein mehrtägiger Ausflug geradezu an. 

Doch wohin? Da hat es doch einen der ehemaligen Pfarrer der Gemeinde nach Ostfriesland verschlagen. Alte Kirchen, kostbare Orgeln - vor Jahren schon hatte der Chor der Friedenskirchengemeinde (den es leider nicht mehr gibt) die Krummhörn aufgesucht.

Gedacht, getan. Der Kontakt ist schnell hergestellt, das Willkommen sicher. Unterkunft findet sich auch. "Gerne möchten wir im Sonntagsgottesdienst mit spielen und singen." Und wie es der Zufall will: Es gibt eine Trauung am Sonnabend zuvor. "Da sind wir auch dabei." So geschehen am 28. und 29. Mai 2016. 

Am Ende war nicht nur das Wetter gut  (während andernorts Unwetter herrschten), sonder auch allea andere. Also keine Frage: "Wenn wir erwünscht sind  - wir kommen wieder." - "Gerne."