Kleines Erntedankfest am 4. Oktober 2020

Erntedankfest: Der Tisch in den meisten Häusern und Wohnungen ist reich gedeckt, auch der Abendmahlstisch in der Kirche bordet fast über von all den Gaben aus Garten und Feld. Der Duft von spätsommerlich-frühherbstlichen Blumen und Blüten durchweht das Kirchenschiff, der Posaunenchor spielt feierlich auf, die Kirche ist voll von Menschen, die mit Wonne die bekannten Erntedanklieder singt: "Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn, drum dankt ihm, dankt, und hofft auf ihn."

Doch im Corona-Jahr 2020 ist - fast - alles anders. Wieder einmal dürften die Tische in den meisten Häusern und Wohnungen reich gedeckt sein. Doch der Abendmahlstisch ist durch die Mitglieder das Frauenkreises zwar schön, aber sichtbar zurückhaltend geschmückt. Der Posaunenchor spielt nicht. Die Zahl der mit Nase - Mund - Masken bewehrten Besucher ist eher spärlich. Lieder werden allenfalls gesummt. Das Abendmahl fällt ganz aus. Ebenso das gewohnte gemeinsame "zweite" Frühstück im Gemeindehaus im Anschluss an den Gottesdienst.

Werden wir uns auf unbestimmte Zeit an all das gewöhnen müssen? Schwer vorstellbar, doch wer weiß?

Passend waren die Worte, die Pastor i.R. Uthoff in seiner Predigt über die Speisung der Viertausend fand (Markus 8, 1 - 9): Vertrauen ist gefragt, dass die wenigen Brote und Fische reichen, um viele satt zu machen, jenes Vertrauen, das gegen die verbreitete Angst ankämpft, selbst zu kurz zu kommen.

Corona zum Trotz gibt es im Jahr 2020 reichlich Grund zum Danken.


Konfirmation am 20. September 2020

Konfirmanden, Eltern, Kirchenrat,. Pastor: Der Konfirmationsgottesdienst unter Corona-Bedingungen wurde von allen Beteiligten gemeinsam bis ins Detail geplant. Vieles musste anders sein als gewohnt. So wurden etwa die Konfirmationsurkunden nicht persönlich überreicht, sondern lagen als "take away" auf dem Abendmahlstisch.

"Alles ist anders": Diese drei Worte waren das Leitmotiv des Konfirmationsgottesdienstes am 20. September 2020 in der Uttumer Kirche.

Anders der Konfirmationstermin: auf Grund des Corona bedingten Lockdowns wurde der Termin vom Palmsonntag (29. Mörz 2020) weg weit in die 2. Jahreshälfte verschoben. Anders die Masken und Abstandspflicht und die Begrenzung der Zahl derer, die überhaupt zum Gottesdienst kommen dürfen: Eingeladen waren die Familien der einen Konfirmandin und der vier Konfirmanden, ausdrücklich ausgeladen (!) war die übrige Gemeinde. Anders die Segenshandlung: Selbst der Zuspruch des Segens erfolgt mit Abstand und ohne Handauflegung.

Alles ist anders Pastor Siek Postma aus Jennelt leitete den Gottesdienst und schlug in seiner Predigt die Brücke zu dem ganz Anderen: Einer von uns war Jesus, der Gottessohn, ganz gewiss, aber nicht einer wie wir. Anders als erwartet oder gedacht war die Schar der Jüngerinnen und Jünger, die er berief: nicht die Einflussreichen, nicht die Angesehenen. Nicht die, die immer schon das Sagen haben. Anders als üblich war, was dieser Jesus lehrte vom Leben, wenn er die Armen selig pries, und was er von der Liebe zu sagen wusste, die gleichermaßen Gott und dem Nächsten zu gelten habe. Weiter zu sagen, weiter zu tragen sei jene Liebe, die Gott allen Menschen im Geschenk des Lebens erweise und welche uns explizit in der Taufe zugesprochen werde.

Anders war er, dieser Gottesdienst, als alle Beteiligten noch vor einem Dreivierteljahr es sich überhaupt hätten vorstellen können. Anders waren vermutlich die anschließenden Feiern in den Familien der Konfirmandin und Konfirmanden. Anders kann - siehe Jesus! - aber auch sehr schön sein.

20.09.2020

Die Posaunenchöre Uttum und Simonswolde spielten auf zur Konfirmation 2020: Nicht in der Kirche, sondern davor.


Gemeindefahrt ist abgesagt

Alle Jahre wieder unternimmt die Ev.-ref. Kirchengemeinde eine mehrtägige Gemeindefahrt. Braunschweig und Umgebung sollten das Ziel der Fahrt im Juli 2020 sein. Coronabedingt ist die Fahrt abgesagt worden.

Stand: Juni 2020


Gottesdienst: Neustart am 17. Mai 2020

In Niedersachsen sind seit dem 7. Mai 2020 Gottesdienste in Kirchen wieder möglich. Doch es gibt Bedingungen: Der Zugang ist zahlenmäßig begrenzt. Die Abstandsregeln sind einzuhalten. Es müssen in den Kirchen Markierungen angebracht werden. Auf gemeinsamen Gesang sollte verzichtet werden. Das Tragen einer Mund - Nase - Bedeckung wird empfohlen.

Unsere Gemeinde lädt ab Sonntag, dem 17. Mai 2020 zum Gottesdienst ein.  

Für Trauergottesdienste, Taufen und Trauungen gilt weiterhin eine eingeschränkte Teilnehmerzahl.

Die Treffen der Gemeindegruppen und -kreise entfallen nach wie vor.


Angesagt! Gottesdienst online

Auf Grund der Corona - Pandemie ist der Besuch eines Gottesdienstes in unserer Kirche nicht gestattet.

Gleichwohl sind Gottesdienste und geistliche Worte gefragt: Funk, Fernsehen und Presse geben ihnen Raum. Allerlei Gemeinden streamen live Gottesdienste oder bieten über YouTube Andachten zum Mitsehen und Mithören an.

Auch die Reformierte Kirche hält ein Online- Angebot bereit. In wechselnden Kirchen und Gemeinden werden Gottesdienste zum bevorstehenden Sonntag aufgezeichnet und jeweils sonnabends ab 18.00 Uhr via YouTube online gestellt.

https://www.youtube.com/channel/UCbHGuQZaoFLLaDAnlG4-x9Q

Oder Sie nehmen den Facebook-Link
www.facebook.com/reformiert

 


Abgesagt! Alle gemeindlichen Veranstaltungen

Das öffentliche Leben ist durch die Corona - Pandemie weitgehend lahmgelegt. Das gilt auch für unsere kirchengemeindlichen Veranstaltungen. Vorerst bis einschließlich Ostern sind abgesagt

  • alle Gottesdienste und Kindergottesdienste, darunter auch der Konfirmationsgottesdienst am 29. März
  • Taufen und Trauungen
  • die Zusammenkünfte aller Gruppen und Kreise
  • alle weiteren Veranstaltungen.

Beerdigungen finden ausschließlich unter freiem Himmel auf dem Friedhof statt. Die Zahl der Trauergäste ist auf 10 Personen begrenzt.

Bereits abgesagt ist ebenso der Krummhörner Orgelfrühling, dessen Auftakt in der Uttumer Kirche für den 5. Mai 2020 vorgesehen war.  


Das Virus infiziert auch den Orgelfrühling

Reihenweise werden dieser Tage Veranstaltungen abgesagt. Schuld ist das Corona-Virus. Nun hat es auch den für Mai geplanten Krummhörner Orgelfrühling 2020 infiziert.

Der Synodalverband Nördliches Ostfriesland der Evangelisch - reformierten Kirche ist Träger dieses jährlich stattfindenden Musikereignisses. Ob Künstler, Gäste, die Mitarbeitenden der beteiligten Gemeinden: niemand solle der Gefahr der Ansteckung ausgesetzt werden, so heißt es. Daher wird der Orgelfrühling 2020 nicht stattfinden.

Knapp acht Wochen vor Beginn des Orgelfrühlings ist das Programm selbstverständlich weitgehend gediehen. Was soll nun damit geschehen? Es soll um ein Jahr verschoben werden, oder, wie Frau Dr. Karin Bockelmann, Vorsitzende des Freundeskreises Krummhörner Orgelfrühling e.V. formuliert: Man werde es einfrieren, um es im nächsten unter hoffentlich günstigeren Rahmenbedingungen wieder aufzutauen.  

Uttum, den 12. März 2020


Orgelfrühling kommt nach Uttum

Am 5. Mai 2020 wird der Krummhörner Orgelfrühling in der Uttmer Kirche eröffnet. Es spielt die aus den zurückliegenden Jahren wohlbekannte Capella de la Torre.

"In alle Lande dringt, was ihre Stimme singt" lautet in diesem Jahr das Motto des Krummhörner Orgelfrühlings. Nach dem Auftaktkonzert in Uttum folgen bis zum 10. Mai viele weitere attraktive und interessante Angebote. In Rysum spielt Leon Berben auf, in Westerhusen Christoph Morath, in Groothusen Sietze de Vries. Es folgen in Jennelt Boris Becker und Matthias Haarmann. In Eilsum sind die Rhoden Girl Choristers und ihre "großen Schwestern zu hören. Im Festgottesdienst am Sonntag, dem 10 Mai predigt Peter Bukowski, an der Müller - Orgel spielt Folkert Binnema.

Darüber hinaus erfolgen einige Darbietungen in Zusammenarbeit mit den Gesamtschulen Krummhörn und Marienhafe sowie mit der Grundschule in Jennelt. Dort wird bereits am Einladungsplakat getüftelt und gewerkelt. Komplettiert wird das Programm durch weitere Angebote wie die Orgelreise, die zu den Müller-Orgeln nach Funnix und Remels führen wird.  

Das komplette Programm wirf sich in absehbarer Zeit unter dem Link

https://www.greetsiel.de/veranstaltungen/krummhoerner-orgelfruehling.htmlOrgelgt+himh

Stand: 24.01.2020


"Spielt auf zum Abschied und Auftakt!"

Ein Abend im Zeichen der Orgel

Am 10. Januar 2020 gibt es in der Uttumer Kirche ein Orgelkonzert der besonderen Art. Denn wenige Tage darauf beginnt die mit langem Atem vorbereitete Restaurierung dieses denkmalgeschützten Instruments aus dem 17. Jahrhundert. Dann wird die Orgel für einige Monate schweigen.

Das musikalische Programm ist vielfältig. Landeskirchenmusikdirektor Winfried Dahlke wird weltliche wie geistliche Stücke aus der Entstehungszeit der Orgel (um 1660) zu Gehör bringen. Nachwuchsorganist Jan Siekmann wird zeitgenössische Stücje anschließen.

Ganz im Zeichen der Restaurierung stehen die vorgesehenen Wortbeiträge. Orgelbauer Hendrik Ahrend wird die Ziele der Restaurierung darlegen. Der Kirchenrat wird über die Finanzierung der Maßnahme berichten.

Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.


Orgelsanierung: Bald geht es los

Dezember 2019 Es war ein langer Anlauf und es nimmt sich Mitte Dezember 2019 beinahe wie ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk aus: Die Sanierung der Uttumer Orgel rückt in greifbare Nähe.

Zur Geschichte: Gut 50 Jahre nach der durch die Orgelbauer Ahrend und Brunzema in den Jahren 1956/57 erfolgten Orgelrestaurierung stand fest: Die historische Denkmalorgel in der Kirche zu Uttum bedarf erneut der Zuwendung.

Es wurde ein Gutachten eingeholt und eine erste Kostenschätzung erstellt. Eingedenk schmaler finanzieller Mittel der Kirchengemeinde tat sich die Alternative auf, notwendige von wünschenswerten Maßnahmen zu unterscheiden. Ob Gehäuse, Pfeifenwerk, Traktur, Windlade, Balg -  eine Orgel ist ein komplexes Bauwerk. Es gibt aus kunsthistorischer, denkmalpflegerischer und musikalischer Hinsicht viel zu beachten, zumal wenn es sich um ein Instrument aus dem 17. Jahrhundert handelt. Die Vereinigten Gemeindeorgane (Kirchenrat und Gemeindevertretung) entschieden sich nach intensiven Diskussionen für eine Komplettsanierung, auch wenn das Zeit kosten sollte.

In den Folgejahren wurden die Gemeindeglieder um finanzielle Unterstützung gebeten. Kollekten und Spenden wurden dem Projekt Orgelsanierung gewidmet. Das jährliche Anschreiben mit der Bitte um das Freiwillige Ortskirchgeld nannte regelmäßig den Zweck "Orgelrestaurierung". Die Resonanz war erfreulich groß, zumal über einige Jahre hinweg parallel um Gaben für die Anschaffung einer neuen Glocke geworben wurde. Sie sollte eine abgängige Glocke ersetzen. Im Dezember 2013 konnte dieses Projekt mit großer Beteiligung und nicht minder großer Freude abgeschlossen werden. Fortan konnten sich die Bemühungen auf das Orgelprojekt konzentrieren.

Im Jahr 2018 begann dessen "heiße Phase". Eigenmittel in nicht unerheblicher Höhe waren angespart, nun galt es, Drittmittel einzuwerben. Es war ein langwieriger Prozess, denn ob öffentliche Hand oder Stiftung: Gremien, Beiräte, Vorstände tagen nicht täglich, und ob eine Zuwendung erfolgt oder nicht, ist ungewiss. Und wenn nicht, dann heißt es, erneut Anträge zu stellen.

Nun ist es Ende Dezember 2019, und es ist geschafft: Die Finanzierung steht, die Arbeiten beginnen im Januar 2020. Voraussichtlich im Mai 2020 wird die Uttumer Orgel ihre neue alte Stimme zu Gehör bringen können.


Verabschiedung von Pastor Schaudinn

Am 29. September 2019 wurde Pastor Hartmut Schaudinn in einem feierlichen Gottesdienst aus seinem Dienst in der Kirchengemeinde Uttum verabschiedet.

Beginnend mit seiner Einführung am 22. September 1996 hat Pastor Schaudinn seine Arbeit in Uttum aufgenommen. Er war zuvor in der Evangelischen Friedenskirchengemeinde Troisdorf tätig. Zu seinem Dienstumfang hier zählte neben der Kirchengemeinde Uttum auch die Betreuung der Ev.-ref. Kirchengemeinde Cirkwehrum sowie die Erteilung von Religionsunterricht an den Berufsbildenden Schulen I in Emden. Nach fast genau 23 Jahren folgte nun die Versetzung in den Ruhestand.

Die offizielle Verabschiedung nahm im Verlauf des bestens besuchten Gottesdienstes Pastor Frank Wessels vor, Präses des Synodalverbandes Nördliches Ostfriesland. Auch sehr persönliche und freundliche Worte kamen zum Zug. Auf den formalen Teil folgte ein Empfang im Uttumer Gemeindehaus, vorbereitet durch die Frauenkreise der beiden Kirchengemeinden.

Neben einigen Dank- und Grußworten an Pastor Schaudinn lautete eine der meistgestellten Fragen, wie es weitergehe mit der Pfarrstelle in Uttum (und Cirkwehrum). Da ist allerlei im Fluss: Die Pfarrstelle Uttum wird es in der bisherigen Form sicher nicht mehr geben. Zwar zeichnet sich in Umrissen die künftige Versorgung der Gemeinden ab. Doch wie führte Pastor Schaudinn in seiner Predigt aus? "Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt". Als "Menschen wie Jesus" könnten Christenleute mutig neue Wege gehen.


Dorffest am 23. Juni 2019

Erlös war für die Uttumer Orgel bestimmt

Einen wunderschönen Tag lang lachte die Sonne über Uttum. Und es geschah gerade zur rechten Zeit, denn es war Dorffest in Uttum.

Alle Uttumer Vereine und Gruppierungen hatten eingeladen: Gruppen und Kreise der Kirchengemeinde wie Frauenkreis, Frauenfrühstückskreis, Posaunenchor, Gitarrenkreis, Kindergottesdienst, dazu die Uttumer Jungs, der Sportverein Jennelt - Uttum  58, die Jagdgemeinschaft, die Ortsvereine von SPD und AWO und die Freiwillige Feuerwehr. Und alle packten mit an, stellten Zelte und Tische und Bänke im Gemeindehausgarten auf und sorgten für Essen und Getränke.

Seinen Anfang nahm das Fest mit einem Freiluftgotteesdienst um 10.00 Uhr. Und Schlag auf Schlag ging es weiter: Der Ausstellungswagen der Jagdgemeinschaft fand regen Zuspruch und die Jagdhornbläser nicht minder aufmerksames Gehör. Die Kinder vergnügten sich an der Hüpfburg und an mancherlei anderen Spielstationen. Die Kindergartenkinder sangen Lieder und spielten sie mit Gesten vor.  Und so nahm der Tag seinen Verlauf bis in den Abend hinein.

Die Preise für Essen und Getränke waren "zivil", denn es zählte das Zusammensein. Am Ende blieb doch ein gewisser Erlös übrig. Der - auch da waren sich alle einig - soll der Restaurierung der Uttumer Orgel zugute kommen.  



Gute Nachrichten aus Berlin

Uttumer Orgel wird gefördert

Mit Datum vom 3. Dezember 2018 erhielt die Uttumer Kirchengemeinde es schwarz auf weiß: Frau Prof. Monika Grütters, MdB, Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin, teilt mit, dass die Sanierung der Uttumer Orgel aus Mitteln des Denkmalschutz - Sonderprogramms VII in Höhe von 50% der veranschlagten Kosten gefördert wird.

Zuletzt wurde die Uttumer Orgel in den Jahren 1956 / 57 von den Orgelbauern Brunzema und Ahrend saniert. Die finanziellen Mittel waren zu jener Zeit begrenzt; es wurden nur die unbedingt notwendigen Arbeiten durchgeführt. Gleichwohl fand diese Sanierung in der Fachwelt höchste Anerkennung und trug mit bei zum Ruf des Instruments als "historischer Orgel von europäischer Bedeutung."  

Die Qualität der Arbeit von Ahrend und Brunzema lässt sich leicht daran ablesen, dass seither nur kleinere Instandhaltungsarbeiten durchgeführt wurden. Nach mehr als 60 Jahren heißt es nun jedoch, in größerem Umfang Hand anzulegen, um das Instrument für die Nachwelt zu erhalten. Mit der Zusage der Förderung aus Bundesmitteln ist nunmehr ein großer Schritt in diese Richtung getan.