Veranstaltungsreihe

Krummhörner Orgeln 

Freitagabend von sieben bis acht: In dieser Stunde werden auf Initiative des Freundeskreises des Krummhörner Orgelfrühlings im Zeitraum vom 29. Juni bis 17. August 2018 an acht verschienenden Orten die historischen Orgeln erklingen. Der Eintritt ist frei.

Das Programm zum download:

Flyer Krummhoerner Orgeln.pdf (1,0 MiB)


Es geht voran!

Ein Jahrhundertprojekt ist es nicht gerade. Doch es braucht seine Zeit. 

Die Rede ist von den Friedhofswegen. Passen Waschbetonplatten aus den 1970er Jahren zu einer Backsteinkirche aus der Mitte des 13. Jahrhunderts? Eher nicht. Und so wird seit einigen Jahren gewerkelt, was das Zeug hält. Waschbeton raus und Klinker von Heute  und Gestern und Vorgestern rein, Stück für Stück - schweißtreibend und kräftezehrend zugleich..

Am Himmelfahrstwochende nun waren die Wege auf der Nordseite der Kirche an der Reihe. Doch trotz reger Beteiligung: so schnell geht es wiederum nicht voran. Da muss nicht nur kräftig zugepackt, sondern auch gemessen und geguckt werden, auf dass Höhe und Breite stimmen. Da müssen Kantsteine gesetzt werden, und da müssen immer wieder auch Klinker passgenau zurechtgeschnitten werden. 

Immerhin: Am Ende waren etliche  Quadratmeter neu verlegt. Das letzte noch fehlende Stück wird bei einem weiteren Arbeitseinsatz in Angriff genommen. 


Kirche voll besetzt beim Orgelfrühling

Am 8. Mai 2018 war das Eröffnungskonzert des Krummhörner Orgelfrühlings - wie alle Jahre in der Uttumer Kirche. Nicht nur die Darbietenden, auch die Besucherinnen und Besucher kommen aus allerlei Himmelsrichtungen und zum Teil von weit her. Über die Jahre hat man sich gleichwohl kennen gelernt und so gibt es allüberall freudige Begrüßungen. Bis fast auf den letzten Platz war die Kirche besetzt.

Kennen und schätzen gelernt hat man genauso die Uttumer Gastfreundschaft. Es ist kein „Muss“, dass nach dem Konzert zu einem Sektempfang mit Imbiss in das Gemeindehaus eingeladen wird. Aber viele Gäste rechnen auf Grund der Erfahrungen in den vorausgegangenen Jahre damit. Und sie wurden auch diesmal nicht enttäuscht. Der Frauenkreis hatte das Gemeindehaus für den Ansturm vorbereitet. Stehtische in der Mitte des Saals, eine Ausgabestelle für die Getränke auf der einen und eine für das Essen auf der anderen Seite. Flugs nach dem Konzert ging der Wirbel los. Kurzes Anstellen bei den Getränken und kurzes Anstellen beim Essen, alles klappte wie am Schnürchen. Die Kartoffelsuppe - vegetarisch oder auch nicht - fand großes Lob.

Reichlich Applaus erhielt Wolfgang Zerer für sein Eröffnungskonzert beim Krummhörner Orgelfrühling 2018
Quelle: Ostfriesenzeitung vom 11.05.2018

Ostern feiern!

Am 1. April 2018, Ostersonntag, predigte Dr. Martin Heimbucher in der Evangelisch - reformierten Kirche zu Uttum. Er folgte einer Einladung des Kirchenrates.  

"Der Herr tötet und macht lebendig, führt hinab zu den Toten und wieder herauf" (1. Samule 2,6).

Nicht allein diese Worte aus dem Gebet der Hanna ließen Kirchenpräsident Dr. Martin Heimbucher bei seiner Predigt am Ostersonntag eine Brücke zum Osterfest schlagen.

1000 Jahre vor Ostern hat Hanna "ihr" Ostern erlebt - und seither und bis heute viele andere Menschen. Hanna ist die eine von zwei Frauen des Elkana. Hanna ist die Unfruchtbare und Kinderlose. Peninna ist die Fruchtbare und mit Kindern gesegnete. Hanna ist die Bedauerte und die Verachtete, Peninna ist die Glückliche und Geachtete. Und dazwischen Elkana, der den Schmerz und den Kummerr der Hanna wohl kennt, aber nicht heilen kann.

Aber dann, mit Gottes Hilfe geschieht es, dass Hannas sehnlichster Wunsch erfüllt wird: Sie gebiert ein Kind. Und sie rühmt Gott und dankt ihm. Zur Prophetin wird sie für das Volk Israel, das einst auch seinen Weg suchte durch karge Öde in das gelobte Land, von der Dunkelheit ins Licht. Hanna: ein Beispiel für Menschen aller Zeiten und Kulturen. Für Menschen, die in ihrer Not fast verstummen, die nur noch flüstern können, was sie zutiefst bewegt. Für Menschen, die eine Krise überstehen. Für Kranke, die den Krebs überwinden. Für Paare, die sich nach Zeiten der Krise wieder in die Augen schauen und miteinander lachen. Und für so viele mehr.

Nachdenklich und einfühlsam wählte Dr. Heimbucher seine Worte, um dann doch laut die Osterbotschaft zu verkünden: der Herr ist auferstanden, wahrhaftig auferstanden. Wir haben Grund zur Freude - gerade so wie Hanna, die ihr Gebet mit den Worten eröffnet: Mein Herz ist fröhlich in dem Herrn; mein Mund hat sich weit aufgetan. 

Eine Bitte hatte Dr. Heimbucher zum Schluss seiner Predigt: Viele, so sagte er, haben ihr "persönkiches Ostern" vermutlich schon erlebt. Und die, die es nicht erlebt haben? Die vielleicht schon lange sehnsüchtig und doch vergeblich darauf warten? Sie mögen gleichwohl den Mut nicht sinken und die Hoffnung nicht fahren lassen. Sie mögen vielmehr in Erwartung von Gottes Handeln in kommender Zeit mit einstimmen in den Ruf "O herrlicher Tag, o fröhlixhe Zeit, da Jesus lebt ohn alles Leid. Er ist erstanden von dem Tod, wir sind erlöst aus aller Not."     

Die Gemeinde dankte Dr. Heimbucher mit intensivem und aufmerksamem Zuhören. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst neben der Orgel durch den Gitarrenkreis und den Posaunenchor.


Osterfeuer: Viel Rauch...

Hoch türmte sich der Stapel aus Zweigen, Ästen und gelegentlichen Stämmen beim Uttumer Osterfeuer auf, höher vielleicht als in den Jahren zuvor. Und das waren schon ordentliche Stapel.

Ein kräftiger Wind aus Osten blies, das Feuer kam schnell in Gang. Nur auf der Südwestseite, wo die Zelte aufgebaut waren und die mancherlei Gäste sich an Ess- und Trinkbarem labten, da war von den Flammen lange Zeit kaum etwas zu sehen.  Stattdessen waberte dicker weißer Qualm aus dem Holzstapel empor. Immerhin blieben die Gäste davon verschont. Und wer trotz niedriger Außentemperaturen lange genug ausharrte, bekam dann doch den freien Blick auf hoch empor lodernde Flammen. 



FriesenBlech startet in Uttum

Vier Konzerte hat sich das Blechbläserensemble „FriesenBlech“ für die diesjährige Adventszeit vorgenommen. 

Auftakt war das Konzert am 1. Dezember in der reformierten Kirche in Uttum. Es begann feierlich mit Stücken aus Georg Friedrich Händel’s „Rinaldo“. Die Suite aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach durfte im ersten Teil des Konzerts ebenso wenig fehlen wie „Abendsegen und Pantomime“ von Engelbert Humperdinck.

Im zweiten Teil des Konzerts ging es dann swingender und poppiger zu. Ob „Puttin’ on the ritz“ von Irving Berlin oder „I got rhythm“ von George Gershwin: die Spielfreude der 10 Blechbläserinnen und Blechbläser übertrug sich auf die große Zuhörerschaft. Nicht zuletzt das gekonnte Spiel von Manfred Schiwiks an den Percussions trug dazu bei. Mit „Tochter Zion, freue dich“, wiederum von Georg Friedrich Händel, wurde zum Schluss des Konzerts in die bevorstehende Adventszeit eingestimmt: Der Davidssohn wird kommen!

Wer das Konzert in Uttum verpasst hat: der Zusammensetzung des Ensembles entsprechend folgen weitere Aufführungen am 15. und 16. Dezember in der Provinz Groníngen.

Infos dazu: www.friesenblech.de


Ein Hörerlebnis der besonderen Art

An mehreren Abenden hatten sie tüchtig geprobt: Mehr als 40 Blechbläserinen und -bläser unter Leitung der Landesposaunenwartin Helga Hoogland. Am 5. November 2017 war es dann soweit: Die "Reformationsmusik" wurde in der Uttumer Kirche aufgeführt.

Im Grunde war es ein bunt zusammengewürfelter Haufen. Unter der Bezeichnung "Posaunenchorgemeinschaft Krummhörn" vereinigten sich nicht nur Mitglieder der Posaunenchöre Uttum, Rysum und Westerhusen / Freepsum, sondern ebenso Mitglieder der Posaunenchöre Wybelsum, Neermoor und Simonswolde. Den festen Stamm bildete das Landesbläserensmble der Evangelisch - reformierten Kirche. Hinzu gesellten sich ein Keyboard- sowie ein Cajón - Spieler. 

Helga Hoogland verstand es, sie alle zu einer Einheit zusammen zu schmieden - auch mit den Besucherinnen und Besuchern. Denn die hatten die Aufgabe, ihre Stimmen zum Gesang zu erheben. Und sie verweigerten sich nicht, nicht bei dem weniger bekannten Eingangschoral "Wir strecken uns aus nach dir", und schon gar nicht bei Luthers "Ein feste Burg ist unser Gott". 

Neu im Repertoire war das Lied "Gott hat mir längst einen Engel gesandt". Musik und Text machten es zum "Hit" der Veranstaltung. 

Wortbeiträge zu Solostücken und Chorälen trug Pastor Hartmut Schaudinn bei. Die vier Grundpfeiler der Reformation rief er in Erinnerung: Glaube allein, Gnade allein, Christus allein, die Bibel allein. Auch den Ruf zur Buße, wie er in der ersten der 95 Thesen Martin Luthers geschrieben steht, verknüpfte er mit kurzen und pointierten Aussagen mit dem heutigen Weltgeschehen. 

Die Uttumer Kirche war gut besetzt. Und nach der Reformationsmusik vernahm man aus manchem Mund: "Das war ein Hörerlebnis der besonderen Art."

5. November 2017: Reformationsmusik

Reformationsfeier war gut besucht

31. Oktober 2017: Bundesweiter Feiertag aus Anlass des 500jährigen Reformationsjubiläums und also „die“ Gelegenheit - um nicht zu sagen: Verpflichtung! - für die Cirkwehrumer und Uttumer Kirchengemeinden, einen gemeinsamen Festgottesdienst zu feiern.

Und es wurde ein Fest! Die Uttumer Kirche war besetzt wie sonst nur zu Heilig Abend. Elfried Reck, Kirchenratsmitglied aus Uttum, hatte zwei großformatige alte Familienbibeln zur Verfügung gestellt, die im Chorraum der Kirche zur Ansicht auslagen. Die Kinder des Kindergottesdienstes hatten Bilder zu Stationen aus dem Leben Martin Luthers ausgemalt. Die Konfirmandinnen und Konfirmanden trugen Zitate des Reformators vor und stimmten mit der Gemeinde das Lied „Martinus Luther war ein Christ“ an. Posaunenchor und Gitarrenkreis wirkten mit, und der Frauenkreis Uttum bat zu Tee und Krintstut im Gemeindehaus. 31. Oktoner 1517 oder 2017: So oder so ist es ein erinnerungswürdiger Tag.

„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, würde ich  heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“ Dieses Zitat wird Martin Luther zugeschrieben. Doch nicht an Kriege und Katastrophen dachte der Reformator bei dem Wort ‚Weltuntergang‘, sondern an das Kommen des Reiches Gottes. Das Vertrauen in den lebensstiftenden und barmherzigen Gott trägt einen Christenmenschen durch das Leben. Als Zeichen dieser Zuversicht pflanzte nach dem Reformatiopnsgottesdienst Pastor Hartmut Schaudinn ein Apfelbäumchen der Sorte „Holsteiner Cox“ in den Gemeindehausgarten. Wir hoffen auf viel Frucht - des Reformationsgedenkens wie auch des Apfelbäumchens!


Besuch aus den Niederlanden

Sommerzeit ist Reisezeit. Und Exkursionszeit - so nennen manche Veranstalter ihre Reisen mit kulturellem Hintergrund. 

Eine solche Exkursion führte am 21. September 2017 gut 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Uttumer Kirche. Veranstalter war die "Stichting Groningen Orgelland". Reiseleiterin war Hilda Rodenboog - Kuipers, begleitet wurde die Gruppe von dem Organisten Sietze de Vries (www.sietzedevries.nl) und seinen Assistenten Pim Schipper und Sander Booi. Sietze de Vries hatte bereits beim Eröffnungskonzert des diesjährigen Krummhörner Orgelfrühliungs die Stimme der Uttumer Orgel erklingen lassen. 

Vorab konnten sich die Exkursionsteilnehmerinnen und -teilnehmer in einem umfangreichen Begleitheft über Kirche und Orgel in Uttum informieren. Doch das Lesen ist das Eine, das Sehen und Hören ein ganz Anderes. So waren die Gäste von der Klangfüllre und Vielfalt der Uttumer Orgel begeistert (auch von der schönen Kirche) Und sie sind nicht die Einzigen. Denn: Sommerzeit ist Reisezeit. Seien es Rad- oder Autotouristen, seien es Einzelne oder Reisegruppen: Es herrscht ein reges Kommen und Gehen in der Uttumer Kirche mit Besucherinnen und Besuchern aus aller Welt.


Auf den Spuren der Reformation

Leipzig war das Ziel der diesjährigen Gemeindefahrt der Kirchengemeinde Uttum vom 26.-30. Juni 2017.

Am Tag nach der Ankunft ging es zunächst zu Fuß durch Straßen und Gassen der Stadt. Zwei kundige Stadtführer geleiteten die Reisegruppe zu den alten und vergleichsweise neuen geschichtsträchtigen Orten. Die Thomaskirche ist untrennbar verbunden mit dem Wirken von Johann Sebastian Bach. Die Nikolaikirche weckte Erinnerungen an die friedliche Revolution in der DDR im Herbst 1989. Viele weitere Gebäude zeugen von Leipzig als Messestadt. 

Ganz Im Zeichen des 500jährigen Reformationsjubiläums standen die weiteren Reisetage.

Zunächst ging es an Martin Luthers Wirkungsort Wittenberg. Die Tür der Schlosskirche mit den 95 Thesen wurde in Augenschein genommen, ebenso die Stadtkirche, in der Luther predigte. Viele Gedenktafeln in der Stadt erinnern an das Wirken des Reformators und seiner Mitstreiter. 

Eisleben, Martin Luthers Geburtsort, hieß die nächste Station. Von dort aus ging es nach Mansfeld zu Luthers Elternhaus bzw. zu dem wenigen, was davon noch erhalten ist. In einem kleinen Museum kann man sich über Geschichte und Lebensumstände der Familie Luder informieren. Abgerundet wurde die Fahrt durch eine Besuch der Wartburg am letzten Reisetag.

Die Uttumer Reisegruppe vor dem Luther - Denkmal in Eisleben

Wollt ihr auch weggehen?

Diese Frage stellt Jesus an die "Zwölf" (Johannes 6, 67).

Und sie stand im Mittelpunkt der Predigt, die Pastor Siek Postma aus Anlass der 39. Sportwoche des Sportvereins Jennelt - Uttum (SV JU 58) in der Murmelarena in Uttum am 11. Juni 2017 hielt.

"Wollt ihr auch weggehen?" fragt Jesus seine Jünger, nachdem nicht wenige sich von ihm abwenden. Zu hart sei seine Rede, ein einziges Ärgernis.

Der Sprung ins "Heute" ist vorgegeben. Selbst Kirchenmitglieder fragen nicht unbedingt nach Jesus, sondern basteln sich ihre eigene Wohlfühl-Religion zusammen. Zum christlichen Gsauben hinzu gesellen sich gerne ein paar Anleihen aus Buddhismus, Naturreligionen und Esoterik. Religion ist Privatsache!

"Wollt ihr auch weggehen?" Pastor Postma ermutigte die Besucherinnen und Besucher des Gottesdienstes, "authentisch" zu bleiben. Denn "Du hast Worte des ewigen Lebens", weiß Simon Petrus auf Jesu Frage zu antworten. Worte, die tragen und trösten im Hier und Heute und darüber hinaus. Jesus Christus ist und bleibt der eine und einzige Trost im Leben und und im Sterben (Frage 1 des Heidelberger Katechismus).

Der Posaunenchor Uttum intonierte die zu singenden Lieder, das Wetter zeigte sich von seiner holdesten Seite. Gebe Gott, dass Jesu Worte Frucht bringen.


Musical - Aufführung "Alles Liebe, Martin Luther"

„Musi-kall?“ Verwundert fragt Martin Luther, was das sei. Die Antwort erhält er umgehend: „Das ist ein Theaterstück mit Liedern.“ So etwas bräuchte er auch auf der Wartburg, entgegnet Martin Luther. Denn dort sitzt er fest nach seiner Entführung im Anschluss an den Reichstag zu Worms. Und sich verstecken zu müssen und nichts machen zu können, das nervt. Nur eines habe er nicht mehr: Angst. Nicht vor Papst und Kaiser und auch nicht mehr vor der Hölle. Denn Gott ist ein gnädiger Gott und hat in Jesus Christus alles Böse besiegt.

Miriam Küllmer-Vogt (Lieder) und Fabian Vogt (Texte) haben das Reformationsmusical „Alles Liebe, Martin Luther“ verfasst. In Szene gesetzt wurde es als Gemeinschaftswerk. Die teils fetzigen, teils nachdenklichen Lieder wurden von Schulleiterin Jutta Lerche-Schaudinn und dem Förderlehrer Erik can Hoorn mit der Musical - AG der Grundschule Jennelt einstudiert. Die mittelalterlichen Requisiten und Kostüme hat Gertrud Ackermann mit der Kreativ-AG erstellt. Die musikalische Begleitung lag in Händen der Uttumer Folk Oldies (UFO‘s) unter Leitung von Hans - Jürgen Tabel. Die Sprecherrollen nahmen die Uttumer Konfirmandinnen und Konfirmanden unter Anleitung von Pastor Hartmut Schaudinn wahr. Aufführungstermine waren der 8. Juni in der Grundschule Jennelt sowie der 9. Juni in der Evangelisch - reformierten Kirche Uttum.

Das Musical entführt seine Zuhörerinnen und Zuhörer in die Anfangszeit der Reformation. Die Handlung ist rasant: Ein Lehrer probt mit seinen Schülerinnen und Schülern für die Aufführung des Musicals. In vier Tagen bereits ist Premiere. „Ich kann mit den Text einfach nicht merken“, sagt der Junge, der die Rolle des jungen Martin Luther spielen soll. Ich hab Angst. Ich schaff das nicht. Ich bin nicht gut genug. Und damit steht er nicht allein da. Verwechslungen und Versprecher häufen sich bei allen.

Angst ist das Stichwort für den Lehrer: Diese Angst, nicht gut genug zu sein, die kannte Martin Luther auch. Angst, den Menschen nicht zu genügen und vor allem Angst, vor Gott nicht bestehen zu können. Und diese Angst, die kann man aus eigener Kraft nicht überwinden.

Mitten im Stück dann erscheint auf einmal der „echte“ Martin Luther (wie auch der Lehrer gespielt von Pastor Hartmut Schaudinn). Die Kinder erfahren, wie er auf die Wartburg gekommen ist und dass ihm nun leider die Hände gebunden seien. „Hast du schon einmal darüber nachgedacht, die Bibel ins Deutsche zu übersetzen, damit alle Menschen sie lesen und verstehen können?“ so fragen sie ihn. „Es muss ja nicht gleich die ganze Bibel sein. Fang doch mit dem Neuen Testament an.“ Immer mutiger sind im Verlauf des Stückes auch sie geworden. Und ganz und gar begeistert nimmt Martin Luther ihren Vorschlag auf: „Das ist es! Das ist meine Berufung!“ Und ebenso schnell und geheimnisvoll, wie er erschienen ist, entschwindet er wieder.

Die zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörer wurden bei den Aufführungen mit einbezogen. Beim Gesang sowieso, doch ebenso hieß es, mit Mund und Händen und Füßen das Unwetter herbeiziehen zu lassen, das den jungen Martin Luther veranlasste, ins Kloster zu gehen. Nicht minder stimmten sie ein in den Ruf nach Freiheit, mit welchem die Menschenmenge Martin Luther auf dem Reichstag in Worms zujubelte, wohingegen andere ihn ausbuhten. Und so merkte eine der Zuhörerinnen an: „Das Musical hat für mich die Ereignisse der Reformation einmal richtig anschaulich werden lassen“. Angst lässt sich überwinden: durch Glaube und Vertrauen.


Gemeinsame Probe in der Uttumer Kirche

Alle Jahre wieder treffen sich die Krummhörner Posaunenchöre zu einer gemeinsamen Probe unter Leitung von Helga Hoogland, Landesposaunenwartin der Evangelisch - reformierten Kirche, in der Uttumer Kirche. Und so auch am 7. Juni 2017.

"Musik & Klön" hieß das Motto. Doch Klönen, das gab es nur am Rande. Denn das Ziel ist ehrgeizig: Am 5. November soll es eine "Kleine Reformationsmusik zum Abend hin" geben. Und wenn es auch "klein" heißt: Das Programm wird anspruchsvoll sein. Und weitere Proben werden folgen

Also, den Termin bitte vormerken: 5. November 2017, 17.00 Uhr in der Uttumer Kirche.


Krummhörner Orgelfrühling in Uttum

Seinen festlichen Auftakt nahm der Krummhörner Orgelfrühling am 16. Mai 2017 einmal mehr in der Kirche zu Uttum. In der mit Frühjahrsblumen geschmückten Kirche fanden sich gut 200 Zuhörerinnen undnZuhörer ein.

Sietze de Vries an der Renaissanceorgel aus dem Jahr 1659 und Ezan Wajsenblum mit seinen Blockflöten boten ein abwechslunsgreiches und begeisterndes Programm, das die Gäste in seinen Bann zog.

Die Bewirtung der Gäste in Anschluss des Konzertes im Gemeindehaus der Ev.-ref. Kirchengemeinde Uttum ist eine von Anbeginn des Krummhörner Orgelfrühlings  an geübte Tradition. Sie wird schon beinahe erwartet, und auch diesmal enttäuschten die Uttumer ihre Gäste nicht. 

Kurzum: ein gelungener Auftakt, der, wie man an der Besucherzahl bei den Folgekonzerten sah, durchaus Appetit auf mehr machte.

Eran Wajsenblum und Sietze de Vries vor der Uttumer Kirchenpforte
Die gut besuchte Uttumer Kirche beim Auftaktkonzert des Krummhörner Orgelfrühlings 2017
So weiß die Emder Zeitung vom Auftaktkonzert zu berichten:

Erneut mit vereinten Kräften ...

... wurden am 12. und 13. Mai die ausstehenden Pflasterarbeiten rund um Kirche und Friedhof in Angrifi genommen. Es hatte sich eine starke Mannschaft zusammengefunden, aber so schnell geht es dann auch wieder nicht, und fertig sind die Arbeiten noch lange nicht.

Warum überhaupt dieser ganze Aufwand? Dreierlei Sorten Klinker am Eingang zur Kirche, dazu Waschbetonplatten aus den 1970er Jahren auf den Wegen der Nord- wie auf der Westseite von Kirche und Turm: Das passt einach nicht zu einer Backsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert, so haben Kirchenrat und Gemeindevertretung befunden.

Das vorläufige Ergebnis immerhin lässt erahnen, wie es werden wird: schön.


Ganz im Zeichen des Apfels ...

... stand die Tagesfahrt der Ev.-ref. Kirchengemeinde Uttum am 5. Mai 2017, denn sie führte ins Alte Land, dem Obstbauanbaugebiet Deutschlands.

In Jork angekommen, stieg eine ortsansässige Reiseleiterin in den fast vollbesetzten Bus. Unter ihrer kundigen Führung wurde das Alte Land befahren. Wir erfuhren: Es werden auch andere Obstsorten und Beeren dort angebaut, aber der Apfel macht 90 Pozent aus. Durschschnittlich 300.000 Tonnen werden Jahr für Jahr geerntet, frühe wie auch späte Sorten, in allerlei Geschmacksrichtungen und mit allerlei Farben.

Gesund ist der Apfel allemal, so die Reiseleiterin. Bei der Besichtigung eines Obstanbaubetriebes erfuhren wir noch mehr: Er schmeckt nicht nur von der Hand in den Mund, sondern lässt sich in vielfältiger Weise weiter verarbeiten. Konfitüren, Säfte, Liköre, Brände und manches mehr "rund um den Apfel" bot demzufolge der Hofladen zum Kauf an. Ein Tipp dazu: Es reicht,den Apfel (aus deutschen Landen) vor dem Verzehr zu waschen. Schälen sollte man ihn nicht, denn das Beste sitzt direkt unter der Schale.

Auch Kulturelles wie die St. Nicolai und St. Martini Kirche in Steinkirchen stand auf dem Besuchsprogramm. Besonders sehenswert dort: die Arp Schnitger Orgel.

Kalt war es den ganzen Tag, geregnet hat es von Anfang bis Ende, von den Apfelblüten tropfte das Nass. Und doch war es ein interessanter und erlebnisreicher Ausflug.


Wind und Wetter getrotzt

Sonnabend, 22. April 2017: kühle Temperaturen waren vorausgesagt, dazu Regen- und Graupelschauer. Trotzdem machen sich Mitglieder der Vereinigten Gemeindeorgane und andere Freiwillige mehr auf den Weg. Ziel: ein Radweg im Rheiderland. Der soll erneuert werden. Aus Klinkern ist er zusammengefügt, und die werden in Zukunft - dort - nicht mehr gebraucht. Aber für die Wege rund um die Uttumer Kirche kämen sie gerade recht. Die Waschbetonplatten dort passen einfach nicht zum alten Kirchengebäude.

Sie stehen also zur Verfügung, die Klinker. Einzige Bedingung: Selbstabholung bzw. Aufnahme des Weges. Insgesamt rund 200 Quadratmeter werden gebraucht. Knapp 5 Stunden lang - ohne An- und Abfahrt - wird Stein für Stein in die Hand genommen und auf Paletten gestapelt. Dann ist das Ziel erreicht. 

Und Wind und Wetter? Waren hold: Einzig zur Frühstückspause setzte leichter Nieselregen ein. Da bot ein Buswartehäuschen Schutz. 

Als nächstes gilt es, die Arbeiten in Uttum fortzusetzen. Dann ist vermutlich Sommer.


Auf Reisen

Neuerdings auf Reisen ist die Abendmahlstafel aus unserer Kirche. Ziel: Berlin. Anlass: Das Reformationsjubiläum 2017.

"Der Luther Effekt. 500 Jahre Protestantismus in der Welt." So ist eine Ausstellung überschrieben, die am 11. April 2017 unter Verantwortung des Deutschen Historischen Museums und unter Schrimherrschaft des Bundespräsidenten, vertreten durch die Staatsministerin für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters, MdB, im Martin-Gropius-Bau in Berlin eröffnet wird. 

Diese Ausstellung ist eine der Nationalen Sonderausstellungen zum 500. Reformationsjubliläum. Sie folgt der Fragestellung: Wie entstand der Protestantismus zwischen den Kulturen? Welche Spuren hinterließ er im Kontakt mit anderen Konfessionen, Religionen und Lebensentwürfen? Wie veränderte er sich selbst durch diese Begegnungen - und nicht zuletzt: Wie haben sich Menschen die evangelische Lehre angeeignet, sie gefortm und gelebt?

Die Ausstellung erzählt eine weltumspannende Geschichte von Wirkung und Wechselwirkung, die um 1600 einsetzt und bis in die Gegenwart reicht, exemplarisch dargestellt an Europa und Deutschland 1450-1600, Schweden 1500-1750, Nordamerika 1600-1900, Korea 1850-2000 und Tansania (ab 1950).

Am 20. März war es dann soweit: Unsere Abendmahlstafei wurde vom einer Speditionsfirma abgeholt und ist sicher verpackt auf Reisen gegangen. Den Weg nach Berlin kennt sie schon, war sie doch anlässlich der Calvinismus-Ausstellung im Jahr 2009 ebenfalls im Deutschen Historischen Museum ausgestellt. 

Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind

da bin ich mitten unter ihnen (Matthäus 18, 20). 

Dies war der Leitvers für den Konfirmationsgottesdienst am 9 April 2017 in der Uttumner Kirche.

Bei einem Blick auf das Foto könnte man leicht denken: "nur" zwei - mehr zu Konfirmierende waren es in diesem Jahr nicht. Und so kommt das Jesus - Wort wie ein Trostwort daher: egal, wieviele es sind - und wenn es nur zwei oder drei sind - ich bin bei euch. Nicht anders verhält es sich bei Gottesdiensten in kleiner Zahl, nicht anders eingedenk der schwindenden Bedeutung von Glaube und Kirche. 

So aber, führte Pastor Schaudinn in seiner Predigt aus, hat es "der Herr Jesus" gar nicht gemeint. Nicht die Zahl sei das Entscheidende - wieviele oder wenige Christinnen und Christen sich wann und wo versammeln - sondern das "Wie" der Zusammenkunft sei das Entscheidende. 

In wessen Namen und wessen Geist begegnen wir einander: im eigenen Namen - oftmals auch verborgenem Namem; und Twitter und Co. lassen grüßen - oder in Namen des "Herrn"? 


Mit vereinten Kräften

Lindenbäume säumen den Eingang der Kirche und die Nordseite des umgebenden Friedhofs. Damit diese nicht zu mächtig werden, werden sie alle paar Jahre beschnitten. Anfang März war es soweit. Nach jeder Menge Vorarbeit durch den Friedhofswärter Jan Immen galt es vor allen Dingen, jede Menge Schnittgut aufzuladen und zum Platz für das Osterfeuer zu bringen. 

Begonnen wurde am Donnerstagnachmittag. Ruck-zuck war ein Anhänger beladen. Dann hieß es erstmal Pause, denn die Anfuhr zum Osterfeuer war erst tags darauf möglich. Richtig zur Sache ging es dann am Freitagnachmittag: das Wetter, vortags noch trüb, stürmisch und regnerisch, hatte ein Einsehen. Bei strahlendem Sonnenschein ging die Arbeit der freiwilligen Helfer aus Kirchenrat, Gemeindevertretung und weiteren Gemeindegliedern flott von der Hand. Zwei unserer Landwirte waren mit ihren Maschinen und Gerätschaften zur Stelle. Am Sonnabendvormittag galt es dann nur noch eine Stunde Restarbeiten zu erledigen. Dank an alle, die mitgewirkt haben!