Posaunenchor wirkt mit beim Himmelfahrtsgottesdienst 2026 im Schlosspark Lütetsburg
Vor Jahrzehnten noch war er für zahlreiche Posaunenchöre aus der Region ein „Muss“: Der Gottesdienst am Himmelfahrtstag in Lütetsburg. Man spielte auf in großer Runde und erlebte eine Klangfülle, wie sie vor Ort nur selten ertönte. Und man erfreute sich am Wiedersehen mit all den Bläserinnen und Bläsern aus anderen Orten. .Auch die evangelischen Kirchengemeinden verzichteten gern auf den Gottesdienst Zuhause und luden ein in den Schlosspark.
Das ist anders geworden. Wie an anderen Fest- und Feiertagen dominieren oftmals private Vorhaben und Anläse den Kalender. Gleichwohl machten sich immerhin sieben Mitglieder des Uttumer Posaunenchores am Himmelfahrtstag auf den Weg nach Lütetsburg, und sie bildeten augenscheinlich die größte Gruppe unter den Bläserinnen und Bläsern.
Das Wetter spielte mit. Zwar war es kühl, doch anstelle des Regenwetters der Vortage warf nun die Sonne ihre Strahlen in die Lichtung hinein. Erste Rhododendron - Büsche blühten, die Vögel zwitscherten, die grüne Wiese unter den hohen Bäumen war mit zahlreichen Bänken bestückt, die nach und nach besetzt wurden.
Die Gestaltung des Gottesdienstes oblag in diesem Jahr der Evangelisch - reformierten Kirchengemeinden Lütetsburg - Norden. Zum Team von Pastor Detlef Sprick zählten Jugendliche Sprecherinnen und Sprecher sowie eine Kirchenband.
Die vereinigten Posaunenchöre wurden dirigiert von Günter Noelle. Viel Zeit zu einer gemeinsamen Probe blieb nicht. Einmal durchspielen und durchsprechen - das musste reichen. Und es hat gereicht.
Dazu erwiesen sich die Besucherinnen und Besucher des Gottesdienstes als sangesfreudig. Sie waren ebenso bunt zusammengewürfelt wie die Posaunenchöre: Norden, Aurich, Hage, Krummhörn lauteten ihre Wohnorte. Den weitesten Weg hatte ein Gast aus Sachsen. Auch konfessionell handelte es sich um eine bunte Schar: evangelisch-reformiert die einen, evangelisch - lutherisch die anderen, evangelisch - freikirchlich die Dritten und römisch - katholisch die Vierten. Auch Konfessionslose mögen unter den Gästen gewesen sein.
Ein wenig erinnerte es an das Pfingstwunder, das zehn Tage später gefieert wird: Menschen verschiedener Herkunft und mit verschiedenen Glaubensrichtungen verstehen und verständigen sich über alle Grenzen und Unterschiede hinweg. Sie singen, feiern, hören, beten miteinander zur Ehre Gottes und zum Wohl der Menschen. In politisch aufgeheizten Zeiten wie diesen ist es ein
Singend in den Advent
Auftritt in der Tischlerwerkstattt: Die Uttumer Folk Oldies gestalten das Adventssingen in der Gulfscheune von Familie Kinast
Einmal mehr konnte dank der Gastfreundschaft der Familie Kinast die Kirchengemeinde Uttum zum Adventssingen in die Gulfscheune des Steinhauses in Uttum einladen. Rund 50 Personen fanden sich am Abend des 13. Dezember bei Punsch, Glühwein und Gebäck zum Singen etlicher Advents- und Weihnchtslieder ein. Die musikalsiche Leitung und Begleitung oblag den Uttumr Folk Oldies (UFO's). Sie hatten ein abwechslunsgreiches Programm zusammengestellt.
Hervorgegangen ist diese Veranstaltunhg ursprünglich aus dem "Lebendigen Adventskalender". An mehreren Abenden und in verschiedenen Häusern und mit unterschiedlichen Gastgebern wurde nicht allein mit Liedern, sondern auch mit Gedichten und Texten auf den Advent und schließlich Weihnachten eingestimmt. Vielleicht klappt es, diese Tradition in Zulunft wieder aufleben zu lasen"
14.12.2025
Text und Foto: Hartmut Schaudinn
Zusammen 110 Jahre im Posaunenchor
Landesposaunenwartin Helga Hppgland (ganz links) sowie Sonja Hillebrand als Vorsitzende des Posaunenchores Uttum (ganu rechts) ehren dessen langjährige Mitglieder (v.l.) Heike Janssen, Johann Arends und Anne Braun.
Nicht jedes Jahr, aber doch so manches Jahr und also immer wieder gibt es in der 112 jährigen Geschichte des Posaunenchores Uttum Jubiläen zu feiern.
Eigens angeretst war am 11. Dezember 2025 Landesposaunenwartin Helga Hoogland. Mit im Gepäck hatte sie die Urkunden für den einen Jubilar und die zwei Jubilarinnen. Stolze 60 Jahre ist Johann Arends bereits Mitglied im Posaunenchor. Von Anfang an und bis heute spielt er mit der Tuba im Bass. 25 Jahre dabei sind Anne Braun und Heike Janssen. Beide spielen Trompete; dazu ist Heike Janssen seit einigen Jahren die Dirigentin des Chores.
"Urkunde für 60 (bzw. 25) Jahre ehrenamtlichen Verkündigungsdienst", so steht es auf den Urkunden geschrieben, die Helga Hoogland, verbunden mit herzlichen Dankesworten wie Segenswünschen, überreichte. Gott zu loben, den Menschen Freude zu bereiten und einen Beitrag zum Gemeindeaufbau zu leisten", das ist die Aufgabe der Posaunenarbeit, so ist weiterhin auf den Urkunden zu lesen.
Ein weiteres Dankeschön wurde den Jubilarinnen und dem Jubilar aus dem Munde von Sonja Hillebrand als der Vorsitzenden des Posaunenchores zugesprochen. Ihren Worten schloss sich für den Kirchenrat der Evangelisch - reformierten Kirchengemeinde Uttum dessen Vorsitzender Christian Janssen an.
Seinen Fortgang nahm der Festakt in einem gemeinsamen Abendessen, zu welchem neben den aktiven wie inaktiven Mitgliedern des Posaunenchores auch deren Ehepartner eingeladen waren.
Text und Foto: Hartmut Schaudinn, 12.12.2025
Auf den Spuren Sweelincks
Eröffnungskonzert des Krummhörner Orgelfrühlings am 6. Mai 2025
Der niederländische Organist Sietze de Vries ist für die Freunde des Krummhörner Orgelfrühlings kein Unbekannter. An verschiedenen Instrumenten der an historischen Orgeln reichen Krummhörn hat er in den vergangenen Jahren sein Ausnahmetalent unter Beweis gestellt. So durften sich die zahlreichen Besucherinnen und Besucher des Eröffnungskonzertes des 22. Krummhörner Orgelfrühlings am 6. Mai 2025 in der Evangelisch - reformierten Kirche Uttum eines beeindruckenden Klangerlebnisses bereits im Vorfeld der Veranstaltung sicher sein. Und der Organist enttäuschte sie nicht: gewohnt routiniert und inspiriert zog er die Zuhörerschaft in seinen Bann. Virtuos zog er buchstäblich alle der insgesamt neun Register, brachte sie mal einzeln, dann wiederum in immer neuen Kombinationen zu Gehör, mal laut, mal leise, ,mal melancholisch, mal triumphierend. Die eingestreuten Improvisationen, etwa zu „Keiner schöner Land in dieser Zeit“ oder zu Psalm 33 sprühten vor Kreativität und Variabilität.
Zwei beachtenswerte Neuerungen gab es im Vergleich zu den Konzerten aus den Vorjahren.
Da war zum einen die Violinistin und Hornistin Aurora Herrera Fernandez, die an verschiedenen Stellen des Konzerts ihre Instrumente wohldosiert einsetzte. Insbesondere der Klang des Horns harmonierte mit der Orgel auf's Begeisterndste.
Und da war zum anderen der Umstand, das alle zu Gehör gebrachten Stücke (die Improvisationen natürlich ausgenommen) aus der Feder eines einzigen Organisten bzw. Komponisten stammten, nämlich jener des Niederländers Jan Pieterszoon Sweelinck (1562 - 1621). Der rote Faden für diesen Abend folgte schlicht der Chronologie seines Lebens und Wirkens. Zwischen den von Sietze de Vries dargebotenen Musikstücken brachte Pastor und Hauptorganisator des Orgelfrühlings, Siek Postma aus Jennelt, dieses Schaffen Sweelincks in kurzweiligen Redebeiträgen nahe: Von der Vorreformatorischen Zeit, als gregorianische Gesänge die Liturgie bestimmten und die Orgel ihren Platz im Gottesdienst erst noch erringen musste, hinweg über jene Zeit, als in manchen der gerade erst entstandenen calvinistischen Gemeinden das Orgelspiel untersagt war bis hin zu Sweelincks Vertonung der 150 Psalmen, die noch heute in reformierten Gemeinden gesungen werde. Der Hinweis auf Sweelincks Lehrtätigkeit und seinen nachhaltig prägenden Einfluss auf die Norddeutsche Orgelschule rundeten das Bild ab.
Applaus ist des Künstlers Brot, und er brandete am Ende des Konzerts reichlich auf. Seit dem zweiten Orgelfrühling im Jahr 2002 hat es sich die Kirchengemeinde Uttum nicht nehmen lassen, die Besucherinnen und Besucher des Eröffnungskonzertes zu einem anschließenden Empfang in ihr Gemeindehaus einzuladen. Und so war es auch diesmal. Bei Saft, Selters, Sekt und Suppe (in gleich drei Varianten) konnte, wer mochte, auf Tuchfühlung mit den darbietenden Künstlern gehen,
Die kleine Gemeinde kann stolz sein auf ihren engagiert mitarbeitenden Frauenkreis und auf ihren großen Schatz: die historische Denkmalorgel!
Text und Fotos: 10.05.2025 Hartmut Schaudinn
Ein Zuhause für den Mauersegler
Alljährlich im Frühjahr umschwirren Mauersegler die Uttumer Kirche samt Kirchturm. Mitte März haben der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) im Altkreis Norden sowie der Kirchenrat die Initiative ergriffen und Nistkästen unterhalb des Daches auf der Südseite des Kirchenschiffs angebracht. Es sind fünf Kästen mit jeweils drei Öffnungen. Diese sind mit kleineren speziellen Rosetten ergänzt worden, damit nur der Mauersegler „einziehen“ kann. Willkommen, ihr Flugkünstler!
Text: Hartmut Schaudinn
Fotos: Christian Janssen
10.05.2025
"Wir müssen es einfach probieren"
25 Jahre Frauenfrühstückskreis in Uttum
Es war eine neue Idee: Einmal im Monat treffen sich interessierte Frauen im Alter ab 60 Jahren zum gemeinsamen Frühstück, zum Gespräch, zum Austausch. Und nein, es sollte keine Konkurrenz zum bereits bestehenden Frauenkreis in der Uttumer Kirchengemeinde werden, sondern ein zusätzliches Angebot. Schließlich war es Jannette Degenhardt, die mit dieser Idee vor 25 Jahren zu Pastor Hartmut Schaudinn kam. Und sie war seinerzeit auch Leiterin des Frauenkreises.
Aber würde diese Idee angenommen werden?
Sie wurde. Bereits beim allerersten Treffen fanden sich über 20 Frauen ein. Ja, es hätte auch anders kommen können. Doch auf das erste Mal folgten viele weitere Male, Monat für Monat, Jahr für Jahr. Und auf einmal sind 25 Jahre vergangen.
Bei der Jubiläumsfeier am 1. April 2025 erinnerte Jannette Degenhardt an die Anfänge. Der Kreis der Teilnehmerinnen wuchs noch ein wenig an und pendelt seither um die Zahl 30. Zur Frühstücksrunde hinzu gesellten sich andere Unternehmungen, so gelegentliche Ausflüge, Grillnachmittage im Sommer und die Weihnachtsfeier im Advent. Im Jahr 2018 übergab Jannette Degenhardt die Leitung des Kreises an Lina Hollander sowie an Melanie Georgs.
Zum Blick zurück gehörte die Erinnerung an die zwischenzeitlich verstorbenen Teilnehmerinnen. Da wurde es spürbar: 25 Jahre sind ein langer Zeitraum.
Für den Kirchenrat nahm Temmo Hollander an der Feier teil. Er würdigte das Bestehen des Kreises als Bereicherung des Gemeindelebens. Gerne überreichte er auch eine finanzielle Gabe für weitere Vorhaben des Frauenfrühstückskreises.
07.04.2025 Hartmut Schaudinn
In der Frühjahrssonne vor dem Gemeindehaus: Am 1. April 2025 feierte der Frauenfrühstückskreis Uttum sein 25jähriges Bestehen.
Foto: Hartmut Schaudinn








