"Spielt auf zum Abschied und Auftakt!"

Ein Abend im Zeichen der Orgel

Am 10. Januar 2020 gibt es in der Uttumer Kirche ein Orgelkonzert der besonderen Art. Denn wenige Tage darauf beginnt die mit langem Atem vorbereitete Restaurierung dieses denkmalgeschützten Instruments aus dem 17. Jahrhundert. Dann wird die Orgel für einige Monate schweigen.

Das musikalische Programm ist vielfältig. Landeskirchenmusikdirektor Winfried Dahlke wird weltliche wie geistliche Stücke aus der Entstehungszeit der Orgel (um 1660) zu Gehör bringen. Nachwuchsorganist Jan Siekmann wird zeitgenössische Stücje anschließen.

Ganz im Zeichen der Restaurierung stehen die vorgesehenen Wortbeiträge. Orgelbauer Hendrik Ahrend wird die Ziele der Restaurierung darlegen. Der Kirchenrat wird über die Finanzierung der Maßnahme berichten.

Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.


Orgelsanierung: Bald geht es los

Dezember 2019 Es war ein langer Anlauf und es nimmt sich Mitte Dezember 2019 beinahe wie ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk aus: Die Sanierung der Uttumer Orgel rückt in greifbare Nähe.

Zur Geschichte: Gut 50 Jahre nach der durch die Orgelbauer Ahrend und Brunzema in den Jahren 1956/57 erfolgten Orgelrestaurierung stand fest: Die historische Denkmalorgel in der Kirche zu Uttum bedarf erneut der Zuwendung.

Es wurde ein Gutachten eingeholt und eine erste Kostenschätzung erstellt. Eingedenk schmaler finanzieller Mittel der Kirchengemeinde tat sich die Alternative auf, notwendige von wünschenswerten Maßnahmen zu unterscheiden. Ob Gehäuse, Pfeifenwerk, Traktur, Windlade, Balg -  eine Orgel ist ein komplexes Bauwerk. Es gibt aus kunsthistorischer, denkmalpflegerischer und musikalischer Hinsicht viel zu beachten, zumal wenn es sich um ein Instrument aus dem 17. Jahrhundert handelt. Die Vereinigten Gemeindeorgane (Kirchenrat und Gemeindevertretung) entschieden sich nach intensiven Diskussionen für eine Komplettsanierung, auch wenn das Zeit kosten sollte.

In den Folgejahren wurden die Gemeindeglieder um finanzielle Unterstützung gebeten. Kollekten und Spenden wurden dem Projekt Orgelsanierung gewidmet. Das jährliche Anschreiben mit der Bitte um das Freiwillige Ortskirchgeld nannte regelmäßig den Zweck "Orgelrestaurierung". Die Resonanz war erfreulich groß, zumal über einige Jahre hinweg parallel um Gaben für die Anschaffung einer neuen Glocke geworben wurde. Sie sollte eine abgängige Glocke ersetzen. Im Dezember 2013 konnte dieses Projekt mit großer Beteiligung und nicht minder großer Freude abgeschlossen werden. Fortan konnten sich die Bemühungen auf das Orgelprojekt konzentrieren.

Im Jahr 2018 begann dessen "heiße Phase". Eigenmittel in nicht unerheblicher Höhe waren angespart, nun galt es, Drittmittel einzuwerben. Es war ein langwieriger Prozess, denn ob öffentliche Hand oder Stiftung: Gremien, Beiräte, Vorstände tagen nicht täglich, und ob eine Zuwendung erfolgt oder nicht, ist ungewiss. Und wenn nicht, dann heißt es, erneut Anträge zu stellen.

Nun ist es Ende Dezember 2019, und es ist geschafft: Die Finanzierung steht, die Arbeiten beginnen im Januar 2020. Voraussichtlich im Mai 2020 wird die Uttumer Orgel ihre neue alte Stimme zu Gehör bringen können.


Verabschiedung von Pastor Schaudinn

Am 29. September 2019 wurde Pastor Hartmut Schaudinn in einem feierlichen Gottesdienst aus seinem Dienst in der Kirchengemeinde Uttum verabschiedet.

Beginnend mit seiner Einführung am 22. September 1996 hat Pastor Schaudinn seine Arbeit in Uttum aufgenommen. Er war zuvor in der Evangelischen Friedenskirchengemeinde Troisdorf tätig. Zu seinem Dienstumfang hier zählte neben der Kirchengemeinde Uttum auch die Betreuung der Ev.-ref. Kirchengemeinde Cirkwehrum sowie die Erteilung von Religionsunterricht an den Berufsbildenden Schulen I in Emden. Nach fast genau 23 Jahren folgte nun die Versetzung in den Ruhestand.

Die offizielle Verabschiedung nahm im Verlauf des bestens besuchten Gottesdienstes Pastor Frank Wessels vor, Präses des Synodalverbandes Nördliches Ostfriesland. Auch sehr persönliche und freundliche Worte kamen zum Zug. Auf den formalen Teil folgte ein Empfang im Uttumer Gemeindehaus, vorbereitet durch die Frauenkreise der beiden Kirchengemeinden.

Neben einigen Dank- und Grußworten an Pastor Schaudinn lautete eine der meistgestellten Fragen, wie es weitergehe mit der Pfarrstelle in Uttum (und Cirkwehrum). Da ist allerlei im Fluss: Die Pfarrstelle Uttum wird es in der bisherigen Form sicher nicht mehr geben. Zwar zeichnet sich in Umrissen die künftige Versorgung der Gemeinden ab. Doch wie führte Pastor Schaudinn in seiner Predigt aus? "Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt". Als "Menschen wie Jesus" könnten Christenleute mutig neue Wege gehen.


Dorffest am 23. Juni

Erlös war für die Uttumer Orgel bestimmt

Einen wunderschönen Tag lang lachte die Sonne über Uttum. Und es geschah gerade zur rechten Zeit, denn es war Dorffest in Uttum.

Alle Uttumer Vereine und Gruppierungen hatten eingeladen: Gruppen und Kreise der Kirchengemeinde wie Frauenkreis, Frauenfrühstückskreis, Posaunenchor, Gitarrenkreis, Kindergottesdienst, dazu die Uttumer Jungs, der Sportverein Jennelt - Uttum  58, die Jagdgemeinschaft, die Ortsvereine von SPD und AWO und die Freiwillige Feuerwehr. Und alle packten mit an, stellten Zelte und Tische und Bänke im Gemeindehausgarten auf und sorgten für Essen und Getränke.

Seinen Anfang nahm das Fest mit einem Freiluftgotteesdienst um 10.00 Uhr. Und Schlag auf Schlag ging es weiter: Der Ausstellungswagen der Jagdgemeinschaft fand regen Zuspruch und die Jagdhornbläser nicht minder aufmerksames Gehör. Die Kinder vergnügten sich an der Hüpfburg und an mancherlei anderen Spielstationen. Die Kindergartenkinder sangen Lieder und spielten sie mit Gesten vor.  Und so nahm der Tag seinen Verlauf bis in den Abend hinein.

Die Preise für Essen und Getränke waren "zivil", denn es zählte das Zusammensein. Am Ende blieb doch ein gewisser Erlös übrig. Der - auch da waren sich alle einig - soll der Restaurierung der Uttumer Orgel zugute kommen.  


Kommt, alles ist bereit!

1. März 2019: Weltgebetstagsgottesdienst in Uttum

Rund 150 Frauen und einige wenige Männer fanden sich am Freitag, dem 1. März 2019 zur Feier des Weltgebetstages in der Evangelisch - reformierten Kirche Uttum ein.

Vorbereitet wird die Liturgie des Gottesdienstes alljährlich von Frauengruppen aus einem anderen Land. Diesmal waren es Frauen aus Slowenien. Die vorgetragenen Texte und Gebete gaben Einblick in ihre Alltagssorgen und Nöte wie auch in ihre Wünsche und Hoffnungen. Mit der Bibelstelle des Festmahls aus Lukas 14 verkünden sie: Es ist noch Platz zum Leben - auch und besonders für all jene Menschen, die sonst ausgegrenzt werden wie Arme, Geflüchtete, Kranke und Obdachlose.

So wie die Weltgebetstagsordnung in jedem Jahr aus einem anderen Land stammt, so wechselt der von der Frauenarbeitsgemeinschaft in der Krummhörn veranstaltete Gottesdienst seinen Ort. Federführend waren dieses Mal die Frauenkreise aus Uttum und Cirkwehrum. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von dem Chor "Kattrepel" unter Leitung von Hans- Jürgen Tabel.

"Kommt, alles ist bereit": Mit diesen Worten lud Fraunekreisleiterin Henny Bündig - Müller am Ende des Gottesdienstes die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Teetafel in das Uttumer Gemeindehaus ein. Das war dann bis auf den letzten Platz gefüllt. Neben Tee wurden selbstgebackene  slowenische Spezialitäten gereicht.


Gute Nachrichten aus Berlin

Uttumer Orgel wird gefördert

Mit Datum vom 3. Dezember 2018 erhielt die Uttumer Kirchengemeinde es schwarz auf weiß: Frau Prof. Monika Grütters, MdB, Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin, teilt mit, dass die Sanierung der Uttumer Orgel aus Mitteln des Denkmalschutz - Sonderprogramms VII in Höhe von 50% der veranschlagten Kosten gefördert wird.

Zuletzt wurde die Uttumer Orgel in den Jahren 1956 / 57 von den Orgelbauern Brunzema und Ahrend saniert. Die finanziellen Mittel waren zu jener Zeit begrenzt; es wurden nur die unbedingt notwendigen Arbeiten durchgeführt. Gleichwohl fand diese Sanierung in der Fachwelt höchste Anerkennung und trug mit bei zum Ruf des Instruments als "historischer Orgel von europäischer Bedeutung."  

Die Qualität der Arbeit von Ahrend und Brunzema lässt sich leicht daran ablesen, dass seither nur kleinere Instandhaltungsarbeiten durchgeführt wurden. Nach mehr als 60 Jahren heißt es nun jedoch, in größerem Umfang Hand anzulegen, um das Instrument für die Nachwelt zu erhalten. Mit der Zusage der Förderung aus Bundesmitteln ist nunmehr ein großer Schritt in diese Richtung getan.